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Die Nymphomanie – Tragik mit der Lust

Eine Frau, die ein offenes Sexleben führt und Sex mit vielen Partnern hat erweckt bei Männern oft die Fantasie einer spannenden Liebhaberin. Doch ist diese Frau, die ständig Lust am Sex hat eine Frau für eine feste Beziehung oder steck hinter dieser ständigen Begierde eine traurige Geschichte?

Eine Frau, die unter Nymphomanie leidet, empfindet jederzeit eine ungezügelte sexuelle Erregung und führt ein exzessives Sexualleben. Doch hinter dieser Begierde und der ständigen Suche nach sexueller Befriedigung und Lust steckt ein ernsthaftes Krankheitsbild.
Das Wort Manie weißt auf ein zwanghaftes Verhalten hin. Medizinisch gesehen, ist eine Manie eine schwere Form einer Psychose. Und somit eine Krankheit, die behandelt werden muss.
Ein nymphomanisches Verhalten äußert sich darin, dass eine Frau viele wechselnde Sexpartner hat und immer auf der Suche nach Befriedigung ist. Der Sex bestimmt den gesamten Alltag einer Nymphomanin. Alles dreht sich nur noch um die Beschaffung der Lustdroge Sex. Wegen des Suchtverhaltens geht die persönliche Freiheit immer mehr und mehr verloren. Der Alltag ist oft nicht mehr zu bewältigen und es kommt zur Isolierung und einem großen Leidensdruck. Aufgrund der ständigen Begierde, können nymphomanische Frauen keine gesunden Bindungen und Beziehungen mit anderen Menschen eingehen.
Den Krankheitsverlauf kann man mit dem Suchverhalten eines Drogenabhängigen vergleichen. Der Beginn der Krankheit verläuft schleichend. Die betroffenen Frauen verspüren beim Sex meistens keine Befriedigung und kommen nicht zum Orgasmus. Sie verspüren nur ein sehr kurzzeitiges Hochgefühl. Nach dem Sex fühlen die Frauen eine innere Leere, Selbstzweifel und ein immer geringeres Lustgefühl.
Bei dieser Krankheit leidet die Betroffene nicht nur an seelischen Konsequenzen.
Eine Nymphomanin steigert durch ständig wechselnde Sexualpartner das Risiko von Geschlechtskrankheiten. Außerdem kann es auch zu beruflichen Schwierigkeiten und Geldproblemen kommen. Trotz der negativen Konsequenzen steigert die Nymphomanin ihre sexuellen Aktivitäten. Sie benötigen immer häufiger und intensiveren Sex um den ständigen inneren Erregungszustand zu befriedigen und zur Suchtlinderung.
Die Ursachen dieser Krankheit können viele Gründe haben. Oft steckt ein seelischer Ursprung hinter der Nymphomanie. Häufige Ursachen sind innere Konflikte, Minderwertigkeitsgefühle, gestörte emotionale Bindungen, die Angst vom verlassen werden oder Traurigkeit.
Ein Nymphoman sollte aufgrund seines zwanghaften Verhaltens sich einer Psychotherapie unterziehen. Leider ist die Anzahl der Therapeuten sehr klein. Bei der Therapie geht es um die Erarbeitung des Suchtmittels Sex. Dabei steht das Annehmen und Aushalten von Gefühlen, die Gewinnung eines positiven Selbsterfahrung und Selbstwertgefühl. Betroffene müssen zudem lernen, eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen, damit langfristig auch starke Beziehungen mit andern Menschen eingehen zu können.

Nymphomanie ist eine ernstzunehmende Krankheit und beeinflusst das Leben der Betroffenen massiv. Die betroffenen Frauen sollten sich an eine psychologische Beratungsstelle wenden, um ihr Leben, den Alltag und die Beziehung zu sich selbst zu verbessern.